V I E R T A K T |
(1) N. A. Otto |
Bereits 1862 begann er erste Experimente mit Viertaktmotoren. 1863 baute er seine erste Gaskraftmaschine. Nachdem er 1864 zusammen mit Eugen Langen die Firma "N.A.Otto & Cie" gründete, entwickelte er diesen Vorläufermotor weiter und gelangte bald zu einer verbesserten Version (Bild 2). 1866 erhielten Otto und Langen ein Preußisches Patent für diese atmosphärische Gasmaschine; 1867 eine Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung. Bild 3 zeigt eine Version des Viertakt-Otto-Versuchsmotors um 1875/76. Am 9. Mai 1876 nahm Otto an seinem Versuchsmotor ein Arbeitsdiagramm auf (Bild 4), das weitestgehend dem heutigen entspricht. Otto starb am 26. Januar 1891 in Köln. |
![]() Bild 2: atmosphärische Gasmaschine um 1866/67 | ![]() Bild 3: Versuchsmotor von 1876 |
![]() Bild 4: Arbeitsdiagramm vom 9. Mai 1876 |
(2) Prinzipieller Aufbau eines Viertakt Ottomotors |
| Aus der nebenstehenden Abbildung ist der prinzipielle Aufbau eines Viertakt-Ottomotors ersichtlich. Die hauptsächlichen Teile sind Einlassventil (EV), Auslassventil (AV), Kolben (K), Verbrennungsraum (VR), Pleuelstange (P), Kurbelwelle (KW) und Zündkerze (Z). | ![]() Bild 5: prinzipieller Aufbau |
(3) Arbeitsweise - Einführung |
Ein Viertakt Ottomotor führt während seines Arbeitsspiels 4 Takte aus - Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Ausschieben. Im ersten Takt (Ansaugen) ist das Einlassventil geöffnet und der Kolben bewegt sich in Richtung Kurbelwelle. Durch den im Verbrennungsraum herrschenden Unterdruck wird ein Luft-Kraftstoffgemisch angesogen und füllt zum Ende des Taktes den Verbrennungsraum ganz aus. Das Einlassventil schließt sich und der Kolben bewegt sich von der Kurbelwelle weg (Takt 2: Verdichten). Dabei wird das Luft-Kraftstoffgemisch stark verdichtet. Kurz vor Erreichen des oberen Totpunktes (OT) wird das Gemisch durch einen Funken an der Zündkerze gezündet (Zündzeitpunkt). Temperatur und Druck im Verbrennungsraum steigen sprunghaft an. Durch den hohen Druck wird der Kolben wieder in Richtung Kurbelwelle gepresst (Takt 3: Arbeiten). Am unteren Totpunkt (UT) öffnet das Auslassventil und die Verbrennungsgase werden aus dem Verbrennungsraum ausgeschoben (Takt 4: Ausschieben). Insgesamt hat sich die Kurbelwelle nach den 4 Takten um 720° gedreht (2 vollständige Umdrehungen).
(4) Arbeitsweise - Die Takte |
Die Menge aller möglichen Zustandspunkte einer Wärmekraftmaschine lässt sich in einem p-V-Zustandsdiagramm darstellen. Das entsprechende Diagramm für einen idealisierten Viertakt-Ottomotor ist in Bild 6 dargestellt.
| Die nebenstehende Abbildung sowie die nachfolgenden Abbildungen des Arbeitszustandes eines Viertakt Ottomotors und des zugehörigen p-V-Zustandsdiagramms entstammen der Online-Animation zum Ottomotor. Der einzelne Punkt im p-V-Zustandsdiagramm bezeichnet den aktuellen Zustand. Die Farbe des Verbrennungsraumes symbolisiert die dort herrschenden Temperatur (blau: kalt; rot: heiß). | ![]() Bild 6: p-V-Zustandsdiagramm |
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3. Takt: Arbeiten
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Am Ende des 4. Taktes schließt sich das Auslassventil und das Einlassventil öffnet sich. Ein neuer Zyklus beginnt! |
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© 1998 Ralf Moros Onlinesimulation : http://techni.chemie.uni-leipzig.de/otto/index.html |